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Von Palmsonntag bis Ostermontag: Es geht um mehr als nur die Ostereiersuche

Feiertage sind doch wirklich etwas Herrliches, nicht wahr? Aber mal Hand aufs Herz, wann hast du dir das letzte Mal Gedanken darüber gemacht, was es mit Ostern überhaupt auf sich hat? Ja, hinter den Tagen von Palmsonntag bis Ostermontag steckt tatsächlich mehr als die fröhliche Suche nach bunten Eiern, leckeren Schokohasen oder liebevoll gestalteten Osternestern.

1. Die Karwoche: Was hat es mit den Tagen vor Ostern auf sich?

Schon mal was von der Karwoche gehört? Im Christentum nennt man die Woche vor Ostern genau so. Die Bezeichnung leitet sich vom althochdeutschen Wort „kara“ ab, was so viel bedeutet wie Trauer oder Klage. Und das kommt nicht von ungefähr, schließlich gedenken Christen auf der ganzen Welt an Karfreitag dem Leiden und Sterben Jesu durch die Kreuzigung. Grob gesagt, bildet diese Woche den Höhepunkt der Fastenzeit und mündet schließlich in den Osterfeierlichkeiten. Zur Karwoche gehören:

  • Palmsonntag
  • Montag bis Mittwoch der Karwoche
  • Gründonnerstag
  • Karfreitag
  • Karsamstag

Der Karsamstag endet dann mit der sogenannten Osternacht, die den Beginn der Osterfeierlichkeiten einläutet. Dazu aber später mehr.

Jetzt hast du einen groben Überblick darüber, welche Tage überhaupt Teil der Karwoche sind und wie sie genannt werden. Doch wie kam der Palmsonntag zu seinem Namen und wieso ist der Donnerstag grün? Wenn auch diese Fragen noch in deinem Kopf umherschwirren, solltest du unbedingt weiterlesen.

Palmsonntag – oder: Von Palmzweigen und Frieden

Ok, nahe liegender Gedanke, dass in der Geschichte zu Palmsonntag auch irgendwo Palmzweige auftauchen, oder? Aber wieso jetzt genau? Fangen wir doch einmal damit an, dass dieser Tag an den Einzug Jesus nach Jerusalem erinnern soll. Damals ritt er auf einem Esel in die Stadt und ihm wurde mit – na? Genau, mit Palmwedeln gehuldigt. Die galten nämlich als Königsehren und Symbol für Frieden. Und auch heute spielt diese Symbolik eine Rolle bei der traditionellen Osterprozession, bei der Gläubige bereits seit dem 8. Jahrhundert mit Palmzweigen durch die Straßen zu ihrer Kirche ziehen, um die Zweige dort weihen zu lassen und das erste Mal in dieser Woche die Passionsgeschichte, also die Botschaft vom Leiden und Sterben Jesus, zu hören.

Da in Deutschland nicht gerade an jeder Ecke Palmen wachsen, werden hier als Ersatz auch gerne Zweige des Buchsbaums oder Wacholders verwendet.

Gründonnerstag – oder: Von Kräutern und Sündern

Woher hat der Gründonnerstag eigentlich seine Farbe? Eine Antwort auf diese Frage zu geben, gestaltet sich gar nicht mal so einfach. Denn eine einzige endgültige Erklärung gibt es gar nicht. Und ob es sich beim „Grün“ überhaupt um eine Farbe handelt, ja das ist auch nicht final geklärt. So jetzt aber mal ein Schritt nach dem anderen: Was feststeht, ist, dass Christen an diesem Tag dem letzten Abendmahl Jesus mit seinen zwölf Jüngern gedenken. Zum Namen des Gründonnerstag gibt es unterschiedliche Theorien. Vom heidnischen Brauch, an diesem Tag grüne Frühlingskräuter zu essen, über die Annahme, dass Büßer, die nach der Fastenzeit frei von ihren Sünden waren „die Grünen“ genannt wurden, bis hin zu der Vorstellung, dass sich das „Grün“ vom mittelhochdeutschen Wort „greinen“ ableitet, was sich mit „weinen“ übersetzen lässt, ist alles dabei. Was klingt denn für dich am plausibelsten?

Karfreitag – oder: Vom Leiden und Tanzverbot

Woher das „Kar“ im Karfreitag kommt, haben wir dir ja schon erklärt. Link zum Textteil einfügen Also wird es Zeit für ein paar neue Infos. Im Mittelpunkt dieses Feiertags steht für alle Christen das Gedenken an die Kreuzigung Jesus, sein Leid und schließlich auch seinen Tod. Evangelische Christen setzen den Fokus ganz besonders auf das Sterben Jesus für die Menschheit und die daraus resultierende Erlösung. Und wusstest du, dass Karfreitag quasi DER Fastentag ist? Aber wenn du glaubst, dass dieser Feiertag mit Pomp und Tanz zelebriert wird, tja, dann müssen wir dich leider bitter enttäuschen. Er wird nämlich in Stille begangen – und das ist nicht nur so dahingesagt. Ganz offiziell herrscht in Deutschland sogar ein explizites Tanzverbot. Auch Sportveranstaltungen sind untersagt und wer im Theater auf die Aufführung einer Komödie hofft, der hofft vergebens. Eines auf das man sich aber verlassen kann ist, dass auch und gerade an diesem besonderen Freitag Fisch gibt. Immerhin untersagen die Speisegesetze der Fastenzeit das Essen von Fleisch. Aber das ist nicht alles. Mit dem Verzehr des Fisches soll noch einmal mehr Jesus gedacht werden. Wenn du dieser Tradition mal einen neuen Anstrich geben willst, dann verwende doch mal unser Bratfischgewürz.

Karsamstag – oder: Vom Ende und Anfang

Das Fasten hat ein Ende! Der Karsamstag ist der letzte Tag der Karwoche und damit auch der letzte Tag der vorösterlichen Fastenzeit. Im christlichen Verständnis kommt ein weiterer Faktor dazu. Hast du eine Ahnung, worum es geht? Es geht um die Grabesruhe Jesus nach seinem Tod. Zugleich ist der Karsamstag und vor allem der Abend so was wie der Startschuss für die Osterfeierlichkeiten, schließlich gilt die Osternacht im christlichen Kirchenkalender als Nacht der Nächte.

2. Ostern: Darf jetzt endlich wieder gefeiert werden?

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Ja, die Karwoche ist harter Stoff. Leiden, Aufopfern, Sterben – das sind nun wirklich keine seichten Themen. Denn die Ostertage an sich sind sehr viel mehr geprägt von Freude und Hoffnung. Und auch an dieser Stelle geben dir gerne eine kleine Übersicht.

Osternacht – oder: Vom Wachen und Erwarten

Warten, warten, warten: Die Osternacht ist eine echte Nachtwache, bei der es darum geht, die Auferstehung Jesus zu erwarten und dann natürlich gebührend zu feiern. Doch los geht es erst, wenn am Karsamstag die Sonne untergegangen ist. Die Liturgie – so nennt man die festgelegte Form eines christlichen Gottesdienstes – beginnt direkt mit einem absoluten Highlight: dem Osterfeuer. Das begeistert ja nun wirklich jeden. Am Osterfeuer wird dann auch die Osterkerze entzündet und in einer Prozession in die dunkle Kirche getragen. Ein ziemlich stimmungsvoller Moment. Doch eine Kerze ist nicht genug. Aber hier geht es nicht um ein stumpfes „mehr ist mehr“, sondern um die Weitergabe des Lichtes an alle Mitfeiernden. So schön Kerzenschein und Beisammensein auch sind für eine ordentliche Feier fehlt doch noch was … Musik! Deshalb neben Lesungen natürlich auch Gesang, Orgel und Glockenspiel zur Osternacht.

Ostersonntag – oder: Vom Feiern und Auferstehen

Freud und Leid liegen ja bekanntlich sehr nahe beieinander. So auch im Christentum. Ist die entbehrungsreiche Fastenzeit endlich überstanden, gibt es einen ordentlichen Grund zur Freude. Immerhin wird nach der Osternacht, an Ostersonntag, der Auferstehung Jesus gedacht. Damit fällt dann auch der Startschuss für die weiteren Feierlichkeiten. Wenn du einen Tipp abgeben müsstest, welcher christliche Feiertag glaubst du, ist der mit dem höchsten Stellenwert? Weihnachten vielleicht? Immerhin wird da ja die Geburt des christlichen Messias gefeiert … aber nein. Damit liegst du leider nicht ganz richtig. Denn tatsächlich gilt Ostern als ranghöchstes Fest im ganzen Kirchenjahr.

Ostermontag – oder: Vom Wunder und Hochfest

Okay, so eine Auferstehung geschieht nun wirklich nicht aller Tage – auch nicht in der christlichen Lehre. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass dieses Wunder mehr als nur einen Tag lang gefeiert wird. Und genau das macht auch den Ostermontag zu einem echten Hochfest der christlichen Kirche. Und auch zwei Tage sind nicht genug. Das sogenannte Osteroktav geht – na, ahnst du es schon – genau, es geht acht Tage lang bis zum Weißen Sonntag. Ganz nebenbei, der Weiße Sonntag ist traditionell der Tag der Erstkommunion in der katholischen Kirche.

Natürlich gibt es rund um Ostern und die christliche Geschichte dahinter noch jede Menge mehr zu erzählen, aber wir hoffen, du konntest einen kleinen Überblick bekommen und wünschen an dieser Stelle ein schönes Fest und entspannte Feiertage.

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