Anis

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Anis

Botanischer Name:
Pimpinella anisum L.

Synonyme:
süßer Kümmel, Brotsamen

Botanische Familie:
Doldengewächse

Herkunft:
Mittelmeerregion, Orient

Klassifikation:
Gewürz

Gewürzform:
Früchte

Geschmack:
süßlich (erinnert an Lakrize)

Geruch:
würzig

Verwendung:
Back- u. Kuchengewürz vor allem in der Weihnachtszeit (z.B. Anisplätzchen, Lebkuchen etc.), Brote, Obstsalate, Pflaumenmus, Soßen, Suppen- u. Gemüsegerichten,  Einmachgewürz, Liköre z.B. Anisschnaps

Tipp:
Vermahlen oder im Mörser anstoßen, damit das volle Aroma entfaltet werden kann

Wissenwertes:
Medizin: Wegen seiner appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkung bekannt

Rezeptvorschlag:
Anismakronen:
2 Eiweiß auf höchster Stufe steif schlagen. 100 g Zucker langsam unterrühren. Etwas Zitronenschale u. 1 TL Anis gem. dazu geben. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech mit einem Beutel kleine Häufchen spritzen und 1 1/2 Std. bei 100° im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene backen.

Botanik:
Anis gehört wie Dill, Fenchel, Kümmel und Koriander zur artenreichen Familie der Doldenblütler. Die einjährige krautige Pflanze wird etwa 50 bis 60 cm hoch, hat an ihrem Fuß langgestielte, rundliche und gezähnte Blätter, die weiter oben kürzer gestielt und tief gespalten sind. Aus den in typischen Dolden stehenden kleinen, weißen Blüten bilden sich charakteristische eirunde Doppelspaltfrüchte. Sie sind 3 bis 6 mm lang, 2,0 bis 2,5 mm breit und hängen meistens noch an ihrem 2 bis 12 mm langen dünnen Stielchen. Ihre Farbe schwankt je nach Herkunft zwischen hellgraugrün bis graubräunlich.

Heimat & Verbreitung:
Die genaue Heimat der Anispflanze ist nicht bekannt. Sie kommt vermutlich aus dem Orient und ist eine in den Mittelmeerländern schon lange bekannte Kulturpflanze. In größerem Umfang wird Anis heute besonders in Spanien und Italien angebaut. Aber auch in Südfrankreich, Deutschland, den Balkanländern, in der Türkei, Russland und in Indien sowie in Mittel- und Südamerika ist Anis verbreitet.

Anbau & Gewinnung:
In manchen Ländern zieht man Anis für die heimische Küche im Kräutergarten. Der Großanbau geschieht jedoch in Feldwirtschaft. Die Ernte erfolgt, wenn die Früchte der mittleren Dolden sich bräunen und die Stängel sich gelb färben. Im Anschluss werden die Früchte getrocknet.

Geschichte:
Anis war bereits in antiker Zeit in Ägypten, Syrien, Griechenland und Zypern als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Davon zeugen Erwähnungen in ägyptischen Papyrusrollen um 1.500 v. Christus ebenso wie in Schriften griechischer und römischer Autoren, unter ihnen Dioskurides und Plinius d. Ältere. Mit den Benediktinern kam Anis zur Zeit Karls des Großen auch über die Alpen. In alten deutschen Kräuterbüchern werden der aromatischen Anissaat viele Heilwirkungen nachgesagt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Anis

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