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Oregano steht schon seit einigen Jahren aus qualitativen Aspekten stärker im Fokus. In letzter Zeit wird die Problematik der Pyrrolizidinalkaloide (PA) stärker thematisiert.

Davon hast du schon gehört?
Es handelt sich hierbei um natürlich vorkommende Verunreinigungen die durch Unkräuter mit in das Erntegut gelangen könnten. Aber natürlich möchten wir das ebenso wenig wie du!

Unsere gesetzliche Verpflichtung zur Sorgfalt im Hinblick auf die Sicherheit und Verzehrfähigkeit unserer Produkte nehmen wir sehr ernst!

Insbesondere seit dem Bekanntwerden einer möglichen Belastung mit PA Anfang 2019 durch den Fachverband der Gewürzindustrie haben wir den Umfang der Analysen erhöht und die Absprachen bezüglich solcher Grenzwerte mit den Lieferanten verschärft.

PA in Oregano - was bedeutet das

Ist jede Verpackung von Oregano betroffen?

Nein, denn PA sind nicht gleichmäßig in der Ware verteilt, sondern nur ganz vereinzelt an wenigen Stellen. Man spricht hier von einer spot-Kontamination.

Ein kurzes Beispiel:

Entnimmt man an drei unterschiedlichen Stellen einer Charge Oregano Proben und lässt diese analysieren, erhält man auch drei unterschiedliche Ergebnisse. Das heißt, der analytische Befund einer Probe ist nicht repräsentativ und nicht auf die gesamte Charge übertragbar.

Daher ist eine Dauerbelastung mit hohen PA-Gehalten ausgeschlossen. So gibt es selbst in einer einzigen Packung Oregano unterschiedliche Werte.

Solltest du dennoch Bedenken haben, dass dein Oregano in irgendeiner Weise belastet ist, kontaktiere uns gerne über unser Kontaktformular und teile uns die Chargennummer mit. Wo du diese findest erklären wir dir hier. Anschließend können wir dir die Testwerte mitteilen.

Und wie kommen wir zu unseren Richtwerten?

Die Hartkorn Gewürzmühle nutzt als Referenz zur Einschätzung möglicher Risiken den sogenannten HBGV-Wert, der vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) genannt wird. HBGV steht für Health Balanced Guided Value, der das Gesundheitsrisiko bei einer kurzfristigen Belastung bewertet. Da es zur Zeit noch keinen gesetzlichen Grenzwert gibt, richten wir uns nach den Empfehlungen des HBGV für einen eigenen Richtwert. Nach diesem wird jede einzelne Charge unseres Oregano getestet.

Wir wissen, wie komplex dieses Thema ist und hoffen, dass wir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnten. Natürlich musst du uns nicht blind vertrauen, bei einem Besuch der Website des BfR findest du zu diesem Thema weitere gute, unabhängige und wissenschaftlich fundierte Informationen:

Aktualisierte Risikobewertung zu Gehalten an 1,2-ungesättigten Pyrrolizidinalkaloiden

(PA) in Lebensmitteln

Stellungnahme 026/2020 des BfR vom 17. Juni 20201

https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/pyrrolizidinalkaloide-127028.html

https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zu_pyrrolizidinalkaloiden_in_lebensmitteln-187302.html

Du hast noch nicht genug?

Um tiefer in das Thema der Pyrrolizidinalkaloide einzusteigen, hat der Fachverband der Gewürzindustrie eine gut verständliche Übersicht über die FAQ zu diesem Thema gegeben.

https://www.gewuerzindustrie.de/index-gewuerzindustrie.html/verbraucherinformationen-gewuerze-kraeuter/fragen-und-antworten-zu-pyrrolizidinakaloiden

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