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Erfahre in 12 schnellen Fragen, was einen guten Gin ausmacht

Herzlich willkommen und Vorhang auf zu einer ganz neuen Kategorie des Hartkorn Blogs:

Bei #hartkornhosts treffen wir uns mit Partner:innen, Freund:innen und vor allem mit spannenden Menschen, die uns einen Einblick in ihr Business, Leben und ihre Kompetenzen geben. Und das Beste? Du hast die Möglichkeit bei #hartkornhosts aktiv mitzumachen.


Wie das geht? Ganz einfach: Vor jeder neuen Episode geben wir dir über unseren Instagram-Kanal die Chance, Fragen an unsere Gesprächspartner:innen zu stellen. Die Antworten gibt‘s dann kurz und knapp auf Social Media und ausführlich mit vielen weiteren spannenden Details im passenden Blog-Format. Also sei gespannt!


Jetzt geht‘s aber erst einmal los mit der ersten Folge von #hartkornhosts. Und für den Start der Serie hätten wir uns wirklich keinen besseren Gast vorstellen können, als Lars Jaeger.

Ehm Moment mal Lars, wer? Na, den Koblenzern wird er garantiert ein Begriff sein. Alle anderen kennen wohl eher das Produkt, das er zusammen mit seinem Business-Partner Sebastian Dötsch erfolgreich auf den Markt gebracht hat und das regelmäßig für guten Geschmack und jede Menge Spaß auf Partys und in gut geführten Bars sorgt.

Die Rede ist von ECK – Koblenz Dry Gin.

Lies weiter und erfahre Insides und jede Menge Tipps rund um das Kultgetränk Gin.

©ECK – Koblenz Dry Gin

Ursprung & Geschichte

Zurück zum Ursprung:
Woher kam die Idee zur Gründung von ECK – Koblenz Dry Gin?

Lars: Im Grunde hatten wir die Idee unabhängig voneinander. Sebastian ist privat ein leidenschaftlicher Gin-Trinker und ich konnte mich auch schon als Barkeeper in der Koblenzer Cocktailbar Daddy Oh‘s für Gin und Drinks mit Gin begeistern. So war der Austausch für uns perfekt und schon nach etwa einem halben Jahr hatten wir das Grundgerüst für einen marktfähigen Gin, dessen Rezeptur wir dann noch weiter verfeinern konnten.

Im ersten Schritt haben wir zu Hause überlegt und ausprobiert, was funktionieren kann und welche Botanicals zusammenpassen. Dann sind wir mit einem Bathtub Gin zu unserem Brenner gegangen und haben mit ihm zusammen die Rezeptur weiterentwickelt.

Das besondere Design der Flasche und das Etikett waren dann das i-Tüpfelchen für das Gesamtpaket von ECK – Koblenz Dry Gin.

Keine Sorge, es geht direkt weiter mit dem Interview – nur als kleine Information für dich: Unter Botanicals im Gin versteht man die natürlichen Zusätze, die der Spirituose ihren Geschmack verleihen. Das können Beeren, Blüten, Blätter, Samen, Fruchtschalen oder andere pflanzliche Bestandteile sein. Die bekommst du beispielsweise auch von Hartkorn ganz bequem im Online-Shop.

Und wenn du noch nie vom Bathtub Gin gehört hast, dabei handelt es sich nicht etwa um einen Gin, der in der heimischen Badewanne hergestellt wurde, auch wenn das der Name vermuten lassen könnte. Im Gegensatz zur Methode des Brennens setzt man bei der Herstellung des Bathtub Gins auf die sogenannte Infusionstechnik, bei der Alkohol mit unterschiedlichen Zutaten aromatisiert wird.

So, jetzt aber zurück zum Interview und zur Frage:

Wieso eigentlich ist es ausgerechnet Gin geworden?

Lars: Mit der Entscheidung einen eigenen Gin auf den Markt zu bringen, sind wir ein Stück weit einem Trend gefolgt. Allerdings wollten wir zugleich eine Lücke füllen, denn einen eigenen Gin hatte Koblenz bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Die Idee war „Ein Stück Heimat to go“ zu schaffen.

Außerdem muss man wissen: Gin lässt sich quasi ad hoc und unendlich produzieren, da er keiner Lagerungsdauer unterliegt. Zudem ist Gin einfach eine total vielseitige Spirituose.

Lokalität & Regionalität

Ihr setzt mit ECK-Gin auf „die Geschmacksvielfalt des Deutschen Ecks“, wie ihr sagt – den Streuobstwiesen am Rhein und den Reben der Mosel.
Wieso sind die Themen Lokalität und Regionalität so wichtig für euch?

Lars: Da spielen unterschiedliche Dinge eine Rolle. Zum einen macht es total Spaß mit den Partnern vor Ort zusammenzuarbeiten. So hat man die Leute immer greifbar und die Wertschöpfung bleibt ebenfalls in der Region. Aber es geht auch darum, dass der Gin Koblenz repräsentiert – schließlich sind Sebastian und ich beide Schängel. Da ist es auch eine Frage der Authentizität, auf regionale Zutaten und Kräfte zu setzen.

Schängel? Was genau ist das, fragst du dich? Dabei handelt sich um einen sehr regionalen Begriff. Als Schängel werden Jungen – und heute auch Mädchen – bezeichnet, die in Koblenz geboren sind. Koblenz selbst nennt man auch die Schängelstadt. Um das besser zu verstehen, hilft auch hier wieder ein Blick in die Geschichte. Keine Angst, nur ganz kurz. Koblenz gehörte lange Zeit zu Frankreich. Die Kinder deutscher Mütter und französischer Väter wurden, so die Geschichte, häufig Jean genannt. Passend dazu, dass die gängigsten deutschen Namen damals Hans oder Johann waren. Die Aussprache von Jean war für viele Koblenzer aber eine große Herausforderung und schwups wurde aus Jean dank der Mundart Schang und dann auch schon der Schängel.

Da müssen wir noch einmal genau nachfragen für alle, die Koblenz noch nicht kennen:
Was macht für euch das Besondere von Koblenz und der Region aus?

Lars: Ganz klar die Lebenslust! Und zudem leben wir hier ja in der schönsten Region am Mittelrhein. Nicht umsonst wird in Koblenz auch vom „Großstädtchen“ gesprochen. Es ist irgendwie eine Mischung aus Großstadt und Dorf.

Motivation

Die Gründung eines Start-ups bedeutet auch eine ganze Menge Arbeit und ein hohes Maß an Zeit, die man investieren muss. Was treibt euch an?

Lars: Mit ECK-Gin Geld zu verdienen, war tatsächlich nie primär. Der Antrieb ist vielmehr so zu sehen wie bei einem leidenschaftlichen Jogger – es ist eine Art „Vollzeit-Hobby“. Ein Teil der Motivation besteht ganz sicher darin, der Region etwas zurückgeben zu können. Und dann ist es eben auch total schön, wenn man den Leuten eine Freude machen kann, weil sie sich so für unseren Gin begeistern.

Wenn Lars von „Vollzeit-Hobby“ spricht, dann trifft das den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Die beiden Gründer von ECK – Koblenz Dry Gin arbeiten nämlich beide neben ihrem Unternehmen noch Vollzeit in anderen Jobs. Lars zum Beispiel ist hauptberuflicher Orthopädietechniker.

Produkte

Mit ECK – Koblenz Dry Gin und ECK – Koblenz Old Tom Gin seid ihr mit zwei unterschiedlichen Gin-Sorten auf dem Markt. Kannst du uns erklären, was euren Gin ausmacht und worin der Unterschied zwischen den Sorten liegt?

Lars: Klar. Der ECK-Gin ist ein ganz klassischer Gin mit kräftigem Wacholder-Geschmack. Unser Old Tom hingegen ist etwas fruchtiger und schmeckt nach Weinbergpfirsich – auch wieder etwas sehr Regionales – und Hagebutte.

Und was hat es mit dem Namen Old Tom auf sich?

Lars: Old Tom beschreibt eine bestimmte Art des Gins und hat etwas mit dessen Entstehungsgeschichte zu tun. Unter Old Tom versteht man grundsätzlich einen leicht gesüßten Gin.

Eck Gin - Old Tom

Um sich mit der Geschichte des Old Tom Gins vertraut zu machen, musst du dich auf eine kleine Zeitreise ins 18. Jahrhundert machen. Damals fand der niederländische Genever nämlich großen Anklang bei der englischen Bevölkerung und nicht zuletzt beim Militär, sodass das Genever-Rezept dort auf eigene Art weiterentwickelt wurde.

Mithilfe des Getreides und heimischen Kräutern der Insel konnten die Menschen dann kostengünstig ihren eigenen Gin brennen. Im Handumdrehen entwickelte sich ein richtiger Hype um die Spirituose, die bald fast jeder im eigenen Keller oder Hinterhof brannte und sich so zu einer guten Geldquelle entwickelte.

©ECK – Koblenz Dry Gin

Letzteres tat der Qualität des Gins nicht unbedingt gut, sodass mit viel Zucker versucht wurde, unliebsame Aromen im Gin abzumildern. Heute ist der Old Tom natürlich keineswegs mehr minderwertig, sondern lediglich eine etwas süßere Spielart des Gins.

Bevor Lars uns in den Quick-Questions 12 schnelle Fragen beantwortet, haben wir noch ein leckes Rezept für dich, mit dem du die letzten Sonnenstrahlen des Sommers gebührend feiern kannst:

Wacholder-Tonic mit ECK – Koblenz Dry Gin 

Portionsgröße: Für 11 Gläser

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Hartkorn Gewürze Kooperation mit Eck Dry Gin - Rezept

Was du brauchst:

Wie es geht:

Bock zu erfahren, wie du in nur 15 Minuten einen Drink zubereiten kannst, der so lecker ist, dass er auf keiner Party und bei keinem lauen Sommerabend auf dem Balkon oder Terrasse fehlen sollte? Na dann mal aufgepasst!

Als Erstes nimmst du dir einen Topf und röstest die Wacholderbeeren bei mittlerer Hitze für etwa 4 – 5 Minuten. Dabei solltest du sie nicht aus den Augen lassen und stetig rühren.

Anschließend löschst du die Beeren mit dem Traubensaft ab und lässt das Ganze noch einmal aufkochen und dann für weitere 8 Minuten köcheln.

Die Wacholderbeeren haben ihren Zweck jetzt erfüllt und den Traubensaft angenehm aromatisiert. Damit sie später nicht unangenehm in deinem Glas schwimmen, gießt du den Saft durch ein Sieb in eine Schüssel, lässt ihn etwas abkühlen und stellst ihn anschließend ordentlich kalt.

Zum Schluss gibt‘s nur noch eins für dich zu tun:
die Gläser mit je etwa 8 cl Wacholder-Traubensaft zu füllen und mit 3 – 5 cl ECK- Koblenz Dry Gin und Tonic aufzugießen.

Wir sagen cheers, lass es dir schmecken!

Hier geht‘s aber erst einmal mit vollem Tempo hinein in unsere Schnellfrage-Runde. Ohne langes Nachdenken kommen die Antworten so zackig, wie die Fragen gestellt werden.

Quick-Questions

  1. On the rocks oder mit Tonic?
    Lars: Beides. Für einen guten Gin Tonic brauche ich auch immer Eis – und zwar große Eiswürfel, die verhindern im Gegensatz zu kleinen Eiswürfeln oder gar Crushed Ice, dass der Drink zu schnell verwässert.
  2. … macht ohne Gin keinen Sinn?
    Lars: Ein guter Abend.
  3. Eiskalt genießen oder lieber bei Raumtemperatur?
    Lars: Gin pur bei Raumtemperatur – Gin Tonic lieber eiskalt.
  4. Trendgetränk oder Dauerbrenner?
    Lars: Ganz klar Dauerbrenner
  5. Mein bester Gin-Moment war …
    Lars: … als mir das erste Mal jemand in einer Bar erzählt hat, dass der Eck-Gin seine Lieblingsginsorte ist.
  6. Deine drei Essentials für die eigene Homebar
    Lars: 1. Gin 2. trockener Wermut 3. Oliven
    Dann hast du alles für einen guten Dry Martini
  7. Deine Top 3 Drinks mit Gin
    Lars: 1. Gin sour silver 2. Gin Tonic 3. Dry Martini
  8. Herkunft oder Herstellung – Was bestimmt den Geschmack?
    Lars: Eindeutig die Herstellung
  9. Eine Frage des Gins – Was macht einen guten Gin aus?
    Lars: Ausgewogenheit und Einzigartigkeit aber auch Geschmack und Story. Am Ende entscheidet das Gesamtpaket.
  10. Tasting Gin – Worauf achtest du bei einer Gin-Verkostung?
    Lars: Für mich ist es wichtig, die Vielseitigkeit zu zeigen und Unterschiede auszuprobieren. Das bedeutet ich würde Gin mit unterschiedlichen Noten zeigen: floral, kräftig, fruchtig, zitronig oder auch waldig. Wenn ich selbst ein Gin-Tasting veranstalte nehme ich deshalb auch andere Gin Sorten hinzu und lasse eben nicht nur unseren ECK-Gin verkosten.
  11. Guter Abgang – Gibt es bei Gin auch unterschiedliche Geschmacksnoten?
    Lars: Ja, das ist ähnlich wie beim Wein auch.
  12. Was macht den Gin zum Gin? Welche Zutat darf auf keinen Fall fehlen?
    Lars: Wacholder & Liebe

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