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Sternanis

Botanischer Name:
Illicium verum HOOK

Synonyme:
Badian, Chnaanis

Botanische Familie:
Sternanisgewächse

Herkunft:
China, Vietnam, Kambodscha, Japan

Klassifikation:
Gewürz

Gewürzform:
Früchte

Geschmack:
leicht brennend, lakritzartig

Geruch:
anisartig

Verwendung:
Für die chinesische Küche ein Muss. (Ente, Huhn, Schwein, Fisch, Füllungen), Backwaren, Süßspeisen, Konfitüren, Pflaumenmus, Kompott, Kaffee, Tee

Sternanis duftet streng nach Anis und schmeckt brennend-würzig. Es wird wie der eigentliche Anis als Backgewürz in der Küche gebraucht und auch in der Backwarenindustrie. Auch in der Süßwaren-, Getränke- und Kosmetikherstellung wird er häufig verwendet. Seine reizmildernden, schleimfördernden Wirkstoffe nutzt man für pharmazeutische Erzeugnisse zur Linderung von Erkrankungen der Atemwege.

Tipp:
Ein Sternchen in eine Zwiebel geben u. dies in das Innere eines Geflügels oder zu Schmorgerichten legen

Rezeptvorschlag:
Chinesische Sol-Eier: Eier hart kochen u. im Wasser abkühlen lassen. Dann vorsichtig anschlagen, damit die Schale zerspringt aber nicht entfernen. Nun in kaltes Wasser geben mit Soja-Soße, Salz, 1 Sternanis, 2 schwarze Teebeutel zum Kochen bringen u. 2 Std. darin, immer bedeckt, sieden lassen. Über Nacht die Eier darin abkühlen lassen.

Wissenwertes:
Küche: Das ätherische Öl besteht hauptsächlich aus Anethol. Wegen der ähnlichen Zusammensetzung darf für Anisschnaps das günstigere Sternanisöl anstelle des teuren Anisöls verwendet werden.

Botanik:
Der immergrüne Sternanis-Baum aus der Familie der Anisgewächse wird ungefähr 6 m hoch. Er hat lederig-zähe, lanzettliche Blätter und grünlich-gelbe Blüten. Aus ihnen entwickeln sich rotbraune, korkigholzige Sammelfrüchte, die aus meistens acht jeweils sternförmig um die Mittelachse angeordneten Balgfruchtkapseln bestehen. Jede einzelne kahnähnliche Kapsel ist etwa 10-20 mm lang, läuft am vorderen Ende spitz aus und springt zur Reifezeit an der oberen Bauchnaht auf. Im Inneren der Kapsel befindet sich ein gelbbrauner glatter und glänzender Samen.

Heimat & Verbreitung:
Sternanis ist in Südchina beheimatet, kommt heute ebenfalls in anderen Teilen Südostasiens, z.B. in Vietnam, Thailand und auf den Philippinen, vor und wird auch auf Jamaika angebaut.

Anbau & Gewinnung:
Sternanis-Bäume zieht man in Plantagen. Die Ernte der Sammelfrüchte kann jeweils kurz vor der Reife dreimal im Jahr vorgenommen werden. Nach dem Trocknen kommt Sternanis entweder ganz oder gemahlen auf den Markt.

Geschichte:
Seit mindestens 3.000 Jahren ist Sternanis in China als Heilmittel und Gewürz bekannt, wurde aber erst sehr spät nach Europa gebracht. Nach Deutschland kam er etwa um 1700 und wurde 1726 in der Apotheker-Taxe des Fürstentums Anhalt- Zerbst erstmalig erwähnt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Sternanis

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