Bockshornklee

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Bockshornklee

Botanischer Name:
Trigonella foenum-graecum L.

Synonyme:
Griechisches Heu, Kuhhornklee

Botanische Familie:
Schmetterlingsblüten-gewächse

Herkunft:
Mittelmeerländer

Klassifikation:
Gewürz

Gewürzform:
Samen

Geschmack:
leicht scharf, bitter

Geruch:
würzig

Verwendung:
Bestandteil von Curry-Gerichten und Chutneys

In trockenen Ländern im Nahen Osten, in Nordafrika und in Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel oder Futterpflanze angebaut und geröstet, gekocht oder frisch verzehrt. Er toleriert auch einen hohen Bodenversalzungsgrad. Darüber hinaus wird er als Gewürz verwendet und ist beispielsweise wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Ebenso werden die Samen – wie auch Schabzigerklee – zum Beispiel in Südtirol als Brot- oder Käsegewürz verwendet. Bockshornklee ist Bestandteil einer Gewürzmischung zur Herstellung der türkischen Trockenfleischspezialität Pastırma. Die Keimlinge werden als würzende Zutat Salaten beigemischt.

Tipp:
Frische Blätter des Bockshornklees kann man in Plastiktüten im Kühlschrank einige Tage aufbewahren

Rezeptvorschlag:
Indische Kartoffelsuppe: 500 g Kartoffeln u. 2 Möhren klein schneiden. In 30 g Butter anschwitzen. Mit Salz, 1 TL Curry u. 1 TL Bockshornklee gem. würzen. Mit 3/4 l Brühe ablöschen u. auf kl. Hitze 15 Min. garen. Die Suppe zum Teil pürrieren u. 1/2 Bund Frühlingszwiebeln darüber streuen.

Wissenwertes:
Sport: Bei Bodybuildern unter dem Namen "Fenugreek" bekannt. Eine appetitanregende und testosteronsteigernde Wirkung wird diskutiert.

Botanik:
Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) gehört zur Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Der Bockshornklee ist eng verwandt mit dem Schabzigerklee (Trigonella caerulea)

Heimat & Verbreitung:
Über das südliche Europa, Afrika, den Nahen Osten, Indien, China und Australien ist der Bockshornklee verbreitet. Hauptanbaugebiete sind Marokko und Indien. Noch heute kommt der Bockshornklee bis ins südliche und mittlere Deutschland wild vor. Kleinere Mengen werden auch für Stilltees und andere Zwecke noch in Deutschland (100ha) und Frankreich (500ha) angebaut.

Anbau & Gewinnung:
Der Bockshornklee wächst als einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis zu 80 Zentimeter erreicht. Die gesamte Pflanze hat einen starken Geruch. Von ihr werden eine lange Pfahlwurzel und faserige Seitenwurzeln ausgebildet. Die aufrechten, runden Stängel sind verzweigt.

Geschichte:
Der Bockshornklee wurde bereits im Chalkolithikum domestiziert, verkohlte Samen stammen etwa aus Tell Halaf. Ein eisenzeitlicher Nachweis gelang im Tell von Deir Alla im Jordantal. Er wurde auch im alten Ägypten verwendet, wo er sowohl in Pflanzenheilkunde und Geburtshilfe als auch in religiösen Handlungen eine Rolle spielte. Arabische Ärzte lehrten, dass sich nach einer Anwendung von abgekochten Bockshornkleesamen Schuppen und Haarausfall reduzieren und die Haare gelockter werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bockshornklee

 

 

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