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Wacholderbeeren

Botanischer Name:
Juniperis communis L.

Synonyme:
Kronawitt, Gewürzbeere

Botanische Familie:
Zypressengewächse

Herkunft:
Kroatien, Albanien, Italien, Rumänien, Ungarn

Klassifikation:
Gewürz

Gewürzform:
Früchte

Geschmack:
süß und aromatisch-würzig

Geruch:
aromatisch, terpentinartig

Verwendung:
Ragouts, Wildgerichten, Marinaden, Soßen, Eintopf, Kohlsorten

Wacholderbeeren duften charakteristisch balsamisch und schmecken süßlich-würzig und harzig-bitter. Sie eignen sich zum Würzen von Fleischgerichten, Fischsud, Marinaden, Suppen, Soßen, Beizen und Sauerkraut. Besonders bei längeren Garzeiten werden Wacholderbeeren gerne verwendet. Weiterhin dienen sie als Zusatz bei Marinaden, Fischsud und Füllungen für Wild- und Geflügelgerichte. Eine besonders große Rolle spielen Wacholderbeeren bei der Herstellung von Spirituosen. In der Medizin nutzt man, meistens in Tees, die harntreibenden Wirkstoffe der Wacholderbeeren.

Tipp:
Vor Feuchtigkeit schützen, da sie sonst austrocknen

Rezeptvorschlag:
Wachholder-Sauerkraut: 1 fein gehackte Zwiebel u. 1 Apfel mit 1 zerdrückten Knoblauchzehe langsam weich dünsten. 500 g Sauerkraut u. 6 zerdrückte Wachholderbeeren dazu geben u. kurz mitdünsten. Mit 1/2 l Gemüsebrühe ablöschen u. 3 Min. leicht köcheln lassen. In eine Auflaufform geben u. bei 140° 1 Std. fertig garen. Am Schluss 1/2 Becher saure Sahne unterrühren.

Wissenwertes:
Historie: Wacholder ist ein uraltes Heil-, Würz- und Zaubermittel. Die Ägypter machten sich Mundwässer daraus, die Griechen und Römer setzten es bei Schlangenbissen ein und im Mittelalter sollten Wacholderzweige den Teufel fernhalten.

Botanik:
Der immergrüne, zu den Zypressengewächsen gehörende Wacholderstrauch wird meistens hüfthoch bis übermannshoch, manchmal aber noch sehr viel größer. Die sehr spitzen, stacheligen Nadeln stehen in Büscheln an den Zweigen. Aus den kleinen, unscheinbaren Blüten entwickeln sich kugelige Beerenzapfen, die erst im 3. Jahr zur Vollreife kommen. Sie haben sich dann vom Grün in ein dunkles, bläulich bereiftes Violett verfärbt. Jeder der 6 bis 10 mm großen Beerenzapfen besteht aus drei zusammengewachsenen fleischigen Fruchtblättern, die je einen eiförmigen, stumpfkantigen Samen bergen.

Heimat & Verbreitung:
In fast ganz Europa und im gemäßigten Asien, vom Kanal bis nach Kamtschatka, gehört der Wacholder mit seinem typischen Wuchs zum charakteristischen Erscheinungsbild karger Heide- und Berglandschaften.

Anbau & Gewinnung:
Wacholder wächst wild. Deshalb kann die Ernte von wildwachsenden Sträuchern erfolgen. Die reifen Beerenzapfen werden nach dem Ernten bei Raumtemperatur getrocknet und anschließend vom Stängel befreit. In Deutschland steht der Wacholder zwar unter strengem Naturschutz, doch ist es erlaubt zur Reifezeit die Wacholderbeeren zu pflücken. Im Handel findet man Gewürzmischungen in geschroteter Form.

Geschichte:
Im Papyrus Ebers wurde Wacholder bereits als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Harnleiden und Wassersucht erwähnt. Sein Gebrauch als Gewürz, Heil- und mystisches Zaubermittel ist somit sehr alt. Bereits vor 3.500 Jahren machte man in Ägypten aus verschiedenen Kräutern und Wacholderbeeren Mundwässer. Die Germanen nahmen Reisig vom Wacholder-Baum, der bei ihnen als heilig galt und verehrt wurde, um Opfer zu verbrennen und ihre Toten einzuäschern. Im Mittelalter glaubte man, mit Wacholderzweigen den Teufel vertreiben zu können, weil Christus angeblich an ein Kreuz aus Wacholderholz geschlagen wurde. Man schützte sich auch zu dieser Zeit vor dem Wundlaufen, wenn man sich ein Wacholderreis an den Hut steckte und glaubte, dass Ruten aus Wacholderzweigen halfen, gestohlenes Gut wiederzufinden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wacholder

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