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Liebstöckel

Botanischer Name:
Levisticum officinale

Synonyme:
Magiekraut

Botanische Familie:
Doldengewächse

Herkunft:
Deutschland, Polen, Tschechien, Schweiz, Holland

Klassifikation:
Kraut

Gewürzform:
Blätter

Geschmack:
süßlich, später scharf u. leicht bitter

Geruch:
aromatisch, an Suppenwürze erinnernd

Verwendung:
Liebstöckel-Blätter sind stark würzend und deshalb nur sparsam zu verwenden. Aufgrund des etwas erdigen Aromas dienen sie als Würze für Braten, Ragouts, Soßen, Suppen, Salate und Gemüse. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern und Gewürzen kann Liebstöckel auch bei langen Garzeiten verwendet werden. Auch werden sie gerne alleine oder gemischt mit anderen Kräutern zum Einmachen verwendet. Die noch kräftig aromatische Wurzel kann man zerschnitten zu Suppen zugeben. In manchen Teilen der Schweiz werden die jungen Blätter und Stängel als Gemüse zubereitet. Wegen ihrer harntreibenden Wirkstoffe finden sie auch in der Medizin Verwendung.

Tipp:
Auch langes Garen ohne großen Aromaverlust

Rezeptvorschlag:
Pasta mit Liebstöckel: In Salzwasser u. 2 EL Öl die Nudeln al dente kochen u. durchsieben. 3 EL Nudelwasser mit 2 EL Butter u. 4 EL gehackten Liebstöckelblättern einmal klurz aufkochen u. über die Nudeln geben. Einige Min. durchziehen lassen.

Wissenwertes:
Namensgebung: Liebstöckel wird wegen seines ähnlichen Geschmacks mit der Maggi-Würze auch als Maggikraut bezeichnet. Die bekannte Würze enthält aber keinen Liebstöckel.

Botanik:
Aus einer kräftigen Wurzel schiebt sich die mehrjährige Liebstöckel-Staude mit aufrechtem, röhrigem und oben stark verzweigtem Stängel bis zur Höhe von 2 m. Sie ähnelt mit ihren großen, lederig-fleischigen, zwei- bis dreifach gefiederten und zur Spitze zu grob eingeschnittenen oder gezähnten, oberseits dunkelgrünen, unterseits heller glänzenden Laubblättern einer übergroßen Sellerie. Die mittelgroßen Blütendolden lassen oval kugelige, längs gerippte Doppelspaltfrüchte reifen, die noch Reste des Griffels tragen.

Heimat & Verbreitung:
Man vermutet die frühere Heimat der Liebstöckel- Staude im Orient, besonders in Persien. Von dort verbreitete sie sich von Süden her über ganz Europa und kam später in die USA.

Anbau & Gewinnung:
Liebstöckel wird überwiegend in Gärten, seltener in Feldkultur angebaut und kommt stellenweise häufig verwildert vor. Für den Eigenbedarf können sie das ganze Jahr über geerntet werden und eignen sich somit hervorragend für den hauseigenen Kräutergarten. Die gepflückten Blätter eignen sich sehr gut zum Trocknen, da ihre Würzkraft vollkommen erhalten bleibt und bei luftdichter Aufbewahrung auch nach längerer Zeit nicht verloren geht. Auch in der pharmazeutischen Industrie stellen Liebstöckel-Wurzeln ein wichtiges Gut dar.

Geschichte:
Mit den Klostergärten der Mönche kam Liebstöckel aus Südeuropa und drang stetig nach Norden vor. Der Name Liebstöckel ist eine Verballhornung des früheren lateinischen Namens Ligusticum, der sich wiederum auf die damalige Herkunft des Krautes aus Ligurien bezieht. In deutschsprachigen Gegenden wird der Liebstöckel häufig auch Maggikraut genannt, weil er im Aroma der bekannten Suppenwürze ähnlich ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liebstöckel

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