Vanille ist die einzige Orchidee, die als Gewürz Karriere gemacht hat. Die Kletterpflanze Vanilla planifolia stammt aus Mexiko. Außerhalb ihrer Heimat fehlen die natürlichen Bestäuber. Deshalb wird jede Blüte bis heute von Hand bestäubt, eine Technik, die im 19. Jahrhundert auf der Insel Réunion entwickelt wurde. Größter Produzent ist heute Madagaskar.
Frisch geerntet sind die Kapseln grün und geruchlos. Ihr Aroma entsteht erst durch eine wochenlange Behandlung aus Brühen, Schwitzen und Trocknen. Dabei bildet sich unter anderem Vanillin. Echte Vanille enthält jedoch zahlreiche weitere Aromastoffe und schmeckt deshalb voller als reines Vanillin.
Vanille gehört in Pudding, Eis, Crème brûlée, Kuchen und Kekse. Sie passt zu Erdbeeren, Kirschen und Äpfeln und kann auch herzhafte Gerichte wie Fischsoßen oder Kürbissuppe verfeinern.
Für Schoten das Mark mit einem Messer herauskratzen und die ausgekratzte Schote in der Flüssigkeit mitziehen lassen. Gemahlene Vanille lässt sich direkt einrühren.