Kaum ein Gewürz steht so selbstverständlich auf dem Tisch wie schwarzer Pfeffer. Er stammt von Piper nigrum, einer Kletterpflanze, die ursprünglich an der Malabarküste im Südwesten Indiens heimisch ist. Heute wird Pfeffer in vielen tropischen Ländern angebaut, große Mengen kommen unter anderem aus Vietnam, Brasilien, Indonesien und Indien.
Für schwarzen Pfeffer werden die Früchte noch grün geerntet. Beim Trocknen in der Sonne verfärbt sich die äußere Fruchtschale dunkel und schrumpelt. Gerade in dieser Schale steckt ein großer Teil des ätherischen Öls, das für das warme, leicht harzige Aroma sorgt. Die Schärfe geht vor allem auf den Scharfstoff Piperin zurück.
Schwarzer Pfeffer passt zu fast allen herzhaften Gerichten: zu Steak und Ofengemüse, zu Pasta, Suppen, Soßen und Salatdressings. Auch ein Stück reifer Käse oder frische Erdbeeren vertragen eine Prise.
Ganze Körner halten ihr Aroma deutlich länger als gemahlener Pfeffer. Am besten erst kurz vor dem Servieren frisch mahlen. Bei langem Kochen verliert Pfeffer an Aroma, deshalb lohnt es sich, zum Schluss noch einmal nachzuwürzen.