Paradieskörner, auch Meleguetapfeffer oder Guineapfeffer genannt, waren im mittelalterlichen Europa ein begehrtes Gewürz. Sie wurden als günstigere Alternative zu Pfeffer gehandelt. Der klangvolle Name sollte ihre exotische Herkunft betonen.
Mit Pfeffer sind sie botanisch nicht verwandt. Die kleinen, rotbraunen Samen stammen von Aframomum melegueta, einer Staude aus der Familie der Ingwergewächse, die in Westafrika wächst. Damit sind sie eher Verwandte von Kardamom.
Paradieskörner schmecken pfeffrig-scharf, aber weniger beißend als schwarzer Pfeffer. Dazu kommen zitrusartige, blumige Noten. Sie passen zu Lamm, Geflügel, Fisch und gegrilltem Gemüse, zu nordafrikanischen Gerichten und Gewürzmischungen wie Ras el Hanout. Auch in der Ginherstellung werden sie verwendet.
Paradieskörner wie Pfeffer in der Mühle frisch mahlen oder im Mörser zerstoßen und erst gegen Ende der Garzeit zugeben.