Liebstöckel riecht so sehr nach der bekannten Flüssigwürze, dass er im Volksmund Maggikraut heißt. In der Würze selbst ist er allerdings nicht enthalten. Die Pflanze, Levisticum officinale, ist ein kräftiger Doldenblütler, der bis zu zwei Meter hoch werden kann.
Das Aroma ist intensiv würzig und erinnert an Sellerie, mit einer leicht bitteren Note. Schon kleine Mengen reichen, um einem Gericht Tiefe zu geben. Neben den Blättern werden in manchen Regionen auch die Samen als Gewürz genutzt.
Liebstöckel ist ein klassisches Suppenkraut und passt zu Brühen, Eintöpfen, Kartoffelsuppen und Soßen. Er würzt Kartoffelsalat, Dips und Salatdressings. In Gemüsebrühe sorgt schon wenig getrockneter Liebstöckel für Fülle.
Liebstöckel kann mitkochen, sollte aber sparsam dosiert werden. Zu viel davon überdeckt schnell alle anderen Aromen.