Iriswurzel gehört zu den ungewöhnlichsten Zutaten im Gewürzregal. Sie stammt von Schwertlilien wie Iris germanica var. florentina und Iris pallida, die vor allem im Mittelmeerraum wachsen. Traditionell bekannt ist der Anbau in der Toskana.
Frisch duftet der Wurzelstock kaum. Erst durch eine lange Lagerung nach dem Trocknen, oft über mehrere Jahre, bilden sich die Aromastoffe, die an Veilchen erinnern. Daher stammt auch der Name Veilchenwurzel.
In der Küche wird Iriswurzel nur sparsam eingesetzt. Sie ist Bestandteil mancher Rezepturen der nordafrikanischen Gewürzmischung Ras el Hanout und dient als Botanical in der Ginherstellung. In kleinen Mengen gibt sie Gebäck und Desserts eine feine, blumige Note.
Wegen des intensiven, pudrigen Dufts genügen sehr kleine Mengen. Am besten zusammen mit anderen Gewürzen verwenden, statt sie allein einzusetzen.