Beifuß wächst an fast jedem Wegrand, wird aber nur noch selten in der Küche verwendet. Dabei ist er das traditionelle Gewürz für den Martins- und Weihnachtsgänsebraten. Die Pflanze, Artemisia vulgaris, ist ein Korbblütler und mit Estragon und Wermut verwandt.
Geerntet werden die Triebspitzen kurz bevor sich die Blütenknospen öffnen. Dann ist das Aroma am kräftigsten: herb, würzig und leicht bitter, mit einer Spur Minze. Getrocknet behält Beifuß sein Aroma gut, weshalb er meist in dieser Form verwendet wird.
Beifuß wird vor allem für fette Fleischgerichte eingesetzt, etwa für Gans, Ente, Schweinebraten und Aal. Auch in Füllungen für Geflügel und in deftigen Eintöpfen passt er.
Beifuß mit dem Braten mitgaren oder in die Füllung geben. Wegen seiner Bitterkeit sparsam dosieren.