Wacholderbeeren sind eigentlich gar keine Beeren. Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) ist ein Nadelgehölz, und die blauschwarzen Kugeln sind Zapfen, deren Schuppen fleischig miteinander verwachsen. Bis sie reif sind, vergehen zwei bis drei Jahre.
Das Aroma ist harzig, würzig und erinnert an Nadelwald, mit einer leicht süßlichen und bitteren Note. Wer Gin kennt, kennt diesen Geschmack, denn Wacholder ist dort die wichtigste Aromazutat.
In der Küche ist Wacholder ein Klassiker für Wild, Sauerbraten und Beizen. Er gehört in Sauerkraut und Rotkohl und passt zu Gänsebraten, Schweinefleisch und Marinaden für Fisch. In Skandinavien würzt Wacholder zudem gebeizten Lachs und Rentiergerichte.
Die Beeren vor der Verwendung mit der Messerklinge leicht andrücken, damit das Aroma austritt. Ganze Beeren mitgaren und vor dem Servieren entfernen.