Safran ist das teuerste Gewürz der Welt, und das hat einen einfachen Grund. Jede Blüte des Safrankrokus (Crocus sativus) trägt nur drei rote Narbenfäden, die von Hand gepflückt werden. Für ein Kilogramm Safran braucht es weit über 100.000 Blüten. Der größte Teil der Weltproduktion stammt aus dem Iran.
Safran färbt Speisen intensiv goldgelb. Verantwortlich ist der Farbstoff Crocin. Das Aroma ist blumig und honigartig mit einer feinen, leicht bitteren Herbe. Schon kleinste Mengen reichen aus.
Safran gehört in die spanische Paella, das Risotto alla milanese und die französische Bouillabaisse. Er passt zu Fisch, Meeresfrüchten, Reis und Geflügel und färbt in Schweden das traditionelle Lussekatter-Gebäck.
Safranfäden vor der Verwendung 10–15 Minuten in etwas warmem Wasser, Brühe oder Milch ziehen lassen und mit der Flüssigkeit zum Gericht geben. Wegen des hohen Preises wird Safran häufig verfälscht, etwa mit Saflor oder Kurkuma. Auf seriöse Herkunft und gute Qualität achten.