Wer einen Früchtetee mit tiefroter Farbe trinkt, hat fast immer Hibiskus in der Tasse. Verwendet werden nicht die Blütenblätter, sondern die fleischigen Kelche der Roselle (Hibiscus sabdariffa), einer Malvenart aus dem tropischen Afrika.
Die getrockneten Kelche geben beim Aufgießen eine kräftige rote Farbe und einen fruchtig-säuerlichen Geschmack ab, der an Cranberry oder rote Johannisbeere erinnert. Im Handel werden Hibiskusblüten oft auch als „Malve“ bezeichnet, was zu Verwechslungen mit der Wilden Malve führt.
In Ägypten und im Sudan ist Karkadeh, ein kalter oder heißer Hibiskustee, ein Nationalgetränk. In Mexiko heißt das Getränk Agua de Jamaica. Hibiskus passt in Früchtetees, Eistee, Sirup, Bowle, Gelee und Desserts.
Hibiskus färbt kräftig: Schon ein kleiner Anteil in einer Teemischung genügt für eine tiefrote Farbe.