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PA in Oregano
Ratgeber

Pyrrolizidinalkaloide in Oregano: Wie sicher sind unsere Gewürze?

November 3, 2020 · 2 min read

Oregano steht schon seit einigen Jahren aus qualitativen Aspekten stärker im Fokus. Besonders die Problematik der sogenannten Pyrrolizidinalkaloide (PA) wird dabei immer wieder thematisiert.

Davon hast du schon gehört?

Dabei handelt es sich um natürlich vorkommende Pflanzenstoffe, die durch bestimmte Wildkräuter unbeabsichtigt mit in das Erntegut gelangen können. Aber natürlich möchten wir das ebenso wenig wie du!

Unsere gesetzliche Verpflichtung zur Sorgfalt im Hinblick auf die Sicherheit und Verzehrfähigkeit unserer Produkte nehmen wir sehr ernst.

Insbesondere seit dem Bekanntwerden möglicher PA-Belastungen Anfang 2019 durch den Fachverband der Gewürzindustrie haben wir den Umfang unserer Analysen erhöht und die Anforderungen an unsere Lieferanten entsprechend verschärft.

Ist jede Verpackung von Oregano betroffen?

Nein, denn PA sind häufig nicht gleichmäßig in der Ware verteilt, sondern können an einzelnen Stellen in unterschiedlicher Konzentration vorkommen. Man spricht hierbei von einer sogenannten Spot-Kontamination.

Ein kurzes Beispiel:

Entnimmt man an drei unterschiedlichen Stellen einer Charge Oregano Proben und lässt diese analysieren, können dabei drei unterschiedliche Ergebnisse herauskommen. Das bedeutet, dass eine einzelne Probe nicht zwangsläufig die gesamte Charge repräsentiert.

Deshalb sind eine sorgfältige Probenahme und entsprechende Laboranalysen besonders wichtig, um mögliche Belastungen zuverlässig bewerten zu können.

Solltest du dennoch Bedenken haben, dass dein Oregano in irgendeiner Weise belastet ist, kontaktiere uns gerne über unser Kontaktformular und teile uns die Chargennummer mit. Anhand dieser können wir die entsprechenden Analyseergebnisse prüfen und dir eine Rückmeldung geben.

Welche gesetzlichen Grenzwerte gelten für Pyrrolizidinalkaloide?

Anders als noch vor einigen Jahren gibt es mittlerweile gesetzlich festgelegte Höchstgehalte für Pyrrolizidinalkaloide in verschiedenen Lebensmitteln.

Seit dem 1. Juli 2022 gelten in der EU entsprechende Höchstgehalte, die heute in der Verordnung (EU) 2023/915 geregelt sind. Für getrockneten Oregano liegt der gesetzliche Höchstgehalt bei 1.000 Mikrogramm pro Kilogramm (µg/kg) für die Summe bestimmter Pyrrolizidinalkaloide.

Bei der Hartkorn Gewürzmühle kontrollieren wir jede Charge unseres Oreganos durch entsprechende Laboranalysen. Dabei achten wir auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und berücksichtigen die wissenschaftlichen Risikobewertungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

So möchten wir sicherstellen, dass nur Oregano, der unseren Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entspricht, in unseren Produkten landet.

Wir wissen, wie komplex dieses Thema ist, und hoffen, dass wir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen konnten.

Natürlich musst du uns nicht blind vertrauen. Auf der Website des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) findest du weitere unabhängige und wissenschaftlich fundierte Informationen:

Aktualisierte Risikobewertung zu Gehalten an 1,2-ungesättigten Pyrrolizidinalkaloiden (PA) in Lebensmitteln

Stellungnahme Nr. 026/2020 des BfR vom 17. Juni 2020

Informationen des BfR zu Pyrrolizidinalkaloiden

Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln

Du hast noch nicht genug?

Um tiefer in das Thema Pyrrolizidinalkaloide einzusteigen, bietet auch der Fachverband der Gewürzindustrie eine gut verständliche Übersicht mit häufig gestellten Fragen.

Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden beim Fachverband der Gewürzindustrie