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Backtriebmittel in der Weihnachtsbäckerei: Was verwende ich wann?

Backtriebmittel in der Weihnachtsbäckerei: Was verwende ich wann?

Der November ist fast vorbei und wir nähern uns mit immer schnelleren Schritten der Adventszeit und somit auch dem alljährlichen Plätzchenbackmarathon in der heimischen Weihnachtsbäckerei. Egal ob rund, sternförmig, mit Schokolade oder ganz außergewöhnlich mit Chili, die Weihnachtsplätzchen gehören einfach dazu, wie die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Doch damit unsere Leckereien auch schön zart und locker wieder aus dem Backofen kommen, benötigen wir nicht nur die passenden Zutaten, sondern auch die geeigneten Backtriebmittel, sprich Stoffe, die dafür sorgen, dass der Teig durch die Einlagerung von Gasen auflockert.

Das wohl beliebteste Backtriebmittel ist Backpulver. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden und besteht aus einer Mischung von Natron, Säure und Stärke, die beim Backen Kohlendioxidbläschen freisetzten. Das Ergebnis? Der Teig bekommt den richtigen Auftrieb in alle Richtungen. Wichtig hier: Man sollte das Pulver erst kurz vor dem Backen in den Teig geben, damit es seine Wirkung erst im Ofen voll entfaltet. Verwenden lässt es sich dabei am allerbesten für Gebäck aus Mürbe- und Rührteig.

Auch wenn Backpulver im Prinzip für jedes Gebäck verwendet werden kann, möchte man doch nicht immer auf den typischen traditionellen Geschmack aus Omas Backstube verzichten. Die Lösung? Man greift einfach auf die traditionellen Backtriebmittel wie Pottaschen, Hirschhornsalz und Natron zurück.

Bereits seit Jahrhunderten dient Pottasche als Backtriebmittel. Es besteht aus einer chemischen Verbindung von Kaliumsalzen – kurz Kaliumcarbonat. Traditionell wurde es gewonnen, indem man Wasser und Holzasche in einem „Pott“ miteinander verkocht hat. Daher stammt auch die Bezeichnung Pottasche. Heute wird Pottasche natürlich anders herstellt, jedoch ist die Wirkung immer noch die gleiche. Das Backtriebmittel lässt besonders schwere Teige, wie Brot oder Lebkuchen in die Breite gehen. Vor dem Gebrauch sollte man allerdings die Pottasche in Wasser, Milch oder Sahne auflösen.

Das Hirschhornsalz dagegen wurde früher durch das Erhitzen von Hirschgeweihen gewonnen. Heutzutage unvorstellbar, so dass dies mittlerweile natürlich auf chemischen Wegen hergestellt wird. So können auch Vegetarier und Veganer das Backtriebmittel ohne Bedenken verwenden. Es sorgt ebenfalls dafür, dass die Teige nicht in die Höhe, sondern in die Breite gehen und verlängert säurebedingt die Haltbarkeit der weihnachtlichen Köstlichkeiten. Man verwendet es unter anderem für Spekulatius.

Zu guter Letzt darf natürlich auch Natron nicht fehlen. Es lässt wie auch Backpulver den Teig durch die Bildung von Bläschen auflockern. Jedoch ist hierbei zu beachten, dass eine zusätzlich säurehaltige Zutat, wie Zitronensaft oder Joghurt nicht fehlen darf, da der Teig sonst nicht so gut treibt. Natron eignet sich hervorragend für Muffins und Cookies.

Bei so viel Auswahl ruft die Küche schon aus der Ferne. Damit auch ja nichts schief geht, gibt es zum Schluss noch einen kleinen Tipp: Backtriebmittel sollten immer nacheinander in den Teig gegeben werden, da sie sich sonst in ihrer Wirkung gegenseitig beeinträchtigen können.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Backen!

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