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Cumaringehalt im Zimt

Cumaringehalt im Zimt

Die Tage werden wieder kürzer und wir nähern uns mit schnellen Schritten der Vorweihnachtszeit. In den Supermärkten wimmelt es schon wieder von Spekulatius, Lebkuchen und Co., die uns den Winter in den nächsten Wochen versüßen sollen. Die besondere festliche Note erhalten sie dabei vorallem durch ein bestimmtes Gewürz: Zimt! Genau dieser ist jedoch auch für seinen Cumaringehalt bekannt, so dass der ein oder andere die Zimtsterne, Stollen und Spekulatius schlichtweg verweigert. Das Ergebnis: Der Zimtkonsum erhält einen negativen Beigeschmack! Zu Recht?

Fest steht: Seit den Diskussionen über seine gesundheitsschädlichen Wirkungen genießen doch einige von uns die Leckereien nur noch mit Vorsicht. Aber woher kommt dieser Stoff und wie gesundheitsgefährdend ist er wirklich?

Grundsätzlich ist Cumarin erst einmal ein natürlicher Aromastoff, den viele Pflanzen enthalten, wie z. B. Tonkabohnen oder auch Waldmeister und neben Zimtaldehyd ein natürlicher Hauptaromastoff in Zimt. Der Cumaringehalt im Zimt kann jedoch sehr unterschiedlich hoch sein, denn er ist abhängig von der Sorte. Der in Sri Lanka heimische Ceylon-Zimt enthält wenig Cumarin und gilt als unproblematisch. Er ist besonders aromatisch und man erkennt ihn an der dünn geschnittenen Rinde, die an eine aufgeschnittene Zigarre erinnert.
Die meistverkaufte Sorte ist jedoch der Cassia-Zimt, dessen Ringe deutlich gröber und dicker geschnitten ist. Er wird vorwiegend in China abgebaut und hat durch seinen hohen Cumaringehalt den typischen Zimtgeruch. Das Problem? In der europäischen Aromenverordnung gibt es überhaupt keinen vorgeschriebenen Höchstwert für Cumarin in Gewürzen, sondern lediglich für zimthaltige Lebensmittel.

Wie gefährlich ist der Genuss von Cassia-Zimt denn nun wirklich? Hierzu haben wir wieder einmal unseren Experten Bernd Grajewski befragt:
„Bei besonders empfindlichen Personen kann Cumarin zu Leberschäden führen. Wichtig hier: Dabei geht es nicht nur um den Zimtverzehr in Lebensmitteln, denn Cumarin kann zum Beispiel genauso auch über die Haut aus cumarinhaltigen Kosmetika aufgenommen werden. Für den Verzehr von Zimt sind jedoch keine Schäden bekannt.“

Na, da sind wir doch beruhigt und denen in der hauseigenen Weihnachtsbäckerei hergestellten Leckereien, wie Stollen oder herrlich duftenden Zimtsternen steht nun auch nicht mehr im  Weg!

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