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Wer würzt, der spendet — die RED CAP Spendenaktion 2019/20

Wer würzt, der spendet — die RED CAP Spendenaktion 2019/20

Wir wollen Danke sagen! Wem? Na dir und allen, die Teil unserer RED CAP Spendenaktion waren. Denn auch in diesem Jahr hat sich das Prinzip “mit Würze spenden” bezahlt gemacht - und das im wahrsten Sinne des Wortes. So gingen 5 Cent jedes gekauften RED CAP Gewürzes an ein Hilfsprojekt. Natürlich ohne dass sich für dich dabei der Kaufpreis erhöht hat.

Wir wollen dich auch gar nicht lange auf die Folter spannen und verraten deshalb gleich hier, wie viel an Spendengeldern zusammengekommen ist. 

Achtung, Trommelwirbel: eine stolze Summe 12.500 EUR für den guten Zweck!

Ganz schön beeindruckend oder? Aber für uns noch nicht genug! Deshalb haben wir uns gedacht, legen wir noch einen drauf! 2.500 um genau zu sein. 

Damit erhöht sich die Spendensumme auf stolze 15.000 EUR. 

Und da die ganze Aktion ohne dich und unseren Partner, dem arche noVa e.V., gar nicht erst möglich gewesen wäre, gilt euch unser ganz besonderer Dank! 

 

Spenden, schön und gut. Aber wohin geht das Geld?

Nachdem wir dir schon verraten haben, wie viel Geld unsere “Rotkäppchen” in diesem Jahr gesammelt haben, bist du sicher auch gespannt zu erfahren, wo das Geld hingeht und wem wir damit gemeinsam helfen:

Wie schon im Spendenjahr 2018/19 haben wir uns – gemeinsam mit arche noVa – dazu entschlossen, das größte Flüchtlingscamp der Welt in Bangladesch zu unterstützen. Nach Kutupalong-Balukhali flüchten vor allem Rohingya,die in ihrem Heimatland Myanmar als ethnische Minderheit nicht anerkannt und deshalb verfolgt und getötet werden. 

Doch auch nach der Flucht in das Camp im benachbarten Bangladesch ist das Leben für die Geflüchteten alles andere als einfach. Mangelnde Hygiene, fehlender Zugang zu sauberem Wasser und eine unzureichende medizinische Versorgung machen ihnen das Leben schwer. 


Flüchtlingscamp Red Cap Spendenaktion      Flüchtlingscamp Red Cap Spendenaktion

 Das Flüchtlingscamp Kutupalong-Balukhail in Bangladesch ist das größte Flüchtlingscamp der Welt. 

 

Im Einsatz für mehr Hygiene und fließendes Wasser

Genau an diesem Punkt greift die Hilfe unseres Partners arche noVa.  Der 1992 gegründete Verein unterstützt Menschen, die durch Krisen, Konflikte und Naturkatastrophen unverschuldet in Not geraten. Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene, kurz WASH, bilden für arche noVa die Grundpfeiler für eine effiziente und lebenswichtige Gesundheitsversorgung. Neben dem Bau neuer Trinkwasser-Versorgungsanlagen und der Errichtung von Tiefbrunnen, Handpumpen oder Waschplätzen sorgt das Team auch dafür, dass diese Anlagen für Menschen mit Behinderungen und körperlichen Einschränkungen barrierefrei nutzbar sind.


CDD Office HBR Team Red Cap Spendenaktion Hartkorn Gewürze

Die Hilfskräfte vor Ort sorgen für sauberes Wasser und bieten Physiotherapie für die Flüchtlinge im Camp. 


arche noVa und CCD: Gemeinsam stark vor Ort

Manchmal kommt es anders, als man denkt: so natürlich auch im Camp Kutupalong-Balukhali. Der Einsatz anderer Hilfsorganisationen und unvorhersehbare Entwicklungen vor Ort führten im zweiten Quartal 2019 dazu, dass sich das Team von arche noVa mit seinem Projekt neu ausrichten musste. Aber keine Sorge, sie haben ihre wertvolle Arbeit natürlich nicht aufgegeben. Ganz im Gegenteil, arche noVa hat sich mit CCD – Center for Disability in Development – einen starken Partner an die Seite gestellt. Die Organisation ist spezialisiert auf Rehabilitations- und Therapiearbeit für körperlich beeinträchtigte Menschen.

Ziel ist es ihre Motorik und Mobilität mithilfe von Physiotherapeuten, Assistenten und Psychologen zu verbessern. Die Therapeuten arbeiten dabei nach konsequent geführten Therapieplänen bis zu zwei Mal pro Woche mit ihren Patienten. Damit die Geflüchteten und Familien selbst auch unterstützende Übungen durchführen können, bekommen sie eine entsprechende Anleitung. Die Erfolge sprächen bereits für sich, berichtetet Torsten Wieland, Referent für Fundraising und Kooperation bei arche noVa. Zahlreiche Patienten könnten schon jetzt massive physische Verbesserungen verzeichnen. 

“In einem Lebensumfeld, das durchweg aus improvisierten Lösungen besteht, bringt dieses Mehr an Beweglichkeit große Erleichterungen im Alltag”, so Wieland

Mit zwei Teams ist CCD aktuell im Einsatz und behandelt beispielsweise Menschen mit deformierten Wirbelsäulen, posttraumatischen und alltagsbedingten Komplikationen oder auch Schlaganfällen. Allein im August 2019 wurden 104 neue Patienten aufgenommen und behandelt. Darunter auch 21 Kinder unter 18 Jahren. 


Flüchtlingscamp Red Cap Spendenaktion    Flüchtlingscamp Red Cap Spendenaktion

Das Team von CCD unterstütz die Menschen im Camp durch Physiotherapie. 

Wohin ohne Heimat? Deshalb müssen die Rohingya ihr Land verlassen

Jetzt haben wir dir einen kleinen Einblick gegeben, welches Projekt du mit dem Kauf unserer RED CAP Gewürzdosen ganz ohne Aufwand unterstützt hast. Falls du aber bisher noch nichts oder nichts Genaues über das Schicksal der Rohingya gehört hast, und wieso genau sie gezwungen sind ihr Land zu verlassen, wollen wir dir einen kurzen Einblick geben: 

Bei den Rohingya handelt es sich um eine ethnische und sprachliche Minderheit Myanmars, muslimischen Glaubens. Die Frage nach ihrem Heimatland, zeigt bereits die größte Verwundbarkeit der Ethnie auf – ihre Staatenlosigkeit. Schon als Großbritannien noch die Kolonialherrschaft innehatte, dienten die Rohingya ihnen als billige Arbeitskräfte. Bereits zu dieser Zeit wurden sie strukturell diskriminiert und unterdrückt. Mit dem Militärputsch in den 1960er-Jahren begann eine systematische Verfolgung, die 2017 in einem Gewaltexzess eskalierte. 

Die große Schwierigkeit: Kein Land fühlt sich für diese Menschen verantwortlich. In Myanmar werden die Rohingya als “illegale Einwanderer aus Bangladesch” behandelt, in Bangladesch jedoch galten sie zeitgleich ebenfalls lange als “illegale Migranten”. Erst seit dem Jahr 2017 haben sie dort den Status von “zwangsvertriebenen myanmarischen Staatsangehörigen”. Doch wie der Internationale Gerichtshof in Den Haag Anfang 2020 entschied, sind die Rohingya auch heute noch von Verfolgungen und einem Völkermord bedroht. 

 

Um dir einen besseren Überblick über die Verfolgung der Rohingya zu geben, haben wir eine kleine Zeitleiste für dich zusammengestellt: 

1962: Militärputsch in Birma (so hieß Myanmar zu dieser Zeit noch): Die Zivilregierung wird durch ein totalitäres Regime ersetzt. Chinesen, Inder (Hindu, Muslime) und Rohingya werden diskriminiert, verfolgt und ausgebeutet. Sie werden Opfer von Menschenrechtsverletzungen. 

1978: Beginn der Massenvertreibung der Rohingya. Das Militär startet die “Operation Drachenkönig”, die die Flucht von rund 250.000 Menschen zur Folge hat

1982: Erlass eines Staatsbürgerschaftsgesetzes, das 135 nationalen Ethnien die Staatsbürgerschaft im heutigen Myanmar zuspricht. Die Rohingya sind davon ausgenommen und gelten als staatenlos.

1991: Das Militär startet die “Operation reine und schöne Nation”. Diese und weitere Operation zwingen Hunderttausende zur Flucht nach Bangladesch, Thailand, Malaysia und in den Nahen Osten.

2007: Myanmar erhält mediale Aufmerksamkeit als Hunderte Menschen bei dem Versuch, Thailand und Malaysia mit dem Boot zu erreichen auf See ertrinken.

2017: Die Situation eskaliert: Es kommt zu einem Gewaltausbruch in Myanmars Bundesstaat Rakhain. Binnen zwei Jahren flüchten mehr als 720.000 Rohingya nach Bangladesch. Mindestens 10.000 Menschen werden getötet. Frauen und Mädchen werden vergewaltigt und ganze Dörfer zerstört. 

 

Wenn du in diesem Spendenjahr noch nicht mit dabei warst und keines unsere RED CAP Gewürze ergattert hast, versprechen wir dir schon jetzt: Auch 2020/21 wird wieder fleißig gespendet. Also immer schön die Augen nach den roten Deckeln offen halten! 

 

Red Cap Spendenaktion Flüchtlingscamp
Dank eurer Unterstützung konnte arche noVa e.V. den Rohingya im Flüchtlngscamp den Zugang zu sauberen Wasser erleichtern. 

 

 

Fotos: arche noVa. e.V.

Schlagwörter: Red Cap Spende news

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